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Informationen zu Reboardern
Mehr Sicherheit mit einem rückwärtsgerichteten Kindersitz
Endlich gibt es sie auch für den deutschen Markt: Reboarder für größere Kinder! baby-walz hat diese speziellen, rückwärtsgerichteten Sitze sofort ins Programm aufgenommen. Einer der ersten Hersteller war Cybex, der Sitze im Premiumsegment anbietet, wie den Cybex Sirona.
Was ist ein Reboarder?
Als Reboarder werden auch in den deutschsprachigen Ländern seit kurzem rückwärts gerichtete Kindersitze der Gruppen 1 und 1/2 bezeichnet (9 bis 18 kg bzw. 9 bis 25 kg). Das sind Sitze für Kinder bis zu einem Alter von etwa vier Jahren.
Warum Reboard-Kindersitze eine gute Wahl sind
Bisher wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur die Kleinsten in rückwärts gerichteten Babyschalen im Auto mitgenommen. In skandinavischen Ländern haben sich die Reboarder schon länger durchgesetzt.
Doch länderübergreifende Unfallstatistiken und Untersuchungen haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, Kinder bis zu einem Alter von etwa vier Jahren entgegen der Fahrtrichtung zu setzen. Die Gründe: Bei einem Frontalunfall (die häufigste Unfallart) fängt der Sitz den kleinen Körper optimal auf. Denn Muskeln und Sehnen vor allem im Nacken sind noch nicht kräftig genug, um bei einer Kollision den Kräften, die auf ihn wirken stand zu halten. Der im Verhältnis noch „schwere“ Kleinkindkopf wird in einem vorwärts gerichteten Sitz nach vorne geschleudert. Die Folge: die Wirbelsäule wird überdehnt. Das kann zu schlimmen Verletzungen führen - schon im Stadtverkehr bei 30 bis 50 km/h!
Was passiert bei einer seitlichen Kollision?
Hier wirken die häufig zugleich auftretenden so genannten Verzögerungskräfte, die das Kind in den Sitz drücken, durch den es geschützt ist. Heckkollisionen treten selten auf. Hier sind Kinder im Reboarder sehr weit vom Heck entfernt.
Die Pluspunkte der neuen Reboarder-Generation
Auch bei den Reboard-Sitzen hat sich einiges getan, die Hersteller haben rasch reagiert. Die wichtigsten Vorteile von Reboarder sind:
- Mehr Sicherheit bei einem Frontalaufprall, das Risiko schwerwiegender Verletzungen sinkt.
- Der Einbau ist heute deutlich einfacher als bei den Vorgängermodellen.
- Viele Modelle sind rückwärts- und vorwärtsgerichtet einbaubar.
- Ihr Kind kann sehr gut aus dem Seitenfenster schauen, da die meisten Reboarder höher gebaut sind als vorwärts gerichtete Kinderautositze. Die befürchtete „Langeweile“ kommt also nicht auf!
- Sie können einen Spiegel anbringen, sodass Sie Ihr Kind trotzdem gut sehen können – und Ihr Kind kann ebenfalls zu Ihnen Blickkontakt aufnehmen.
- Sitzt noch jemand mit dem Kind auf dem Rücksitz, so ist eine Kommunikation wesentlich einfacher von Angesicht zu Angesicht!
Worauf Sie beim Einsatz von Reboardern achten sollten
Der Einbau eines Reboarders ist manchmal nicht ganz so einfach wie der einer Babyschale oder eines vorwärtsgerichteten. Lassen Sie sich den Einbau deshalb möglichst von einem Fachmann zeigen – in Ihrem Auto! Ein Autositz muss im Pkw korrekt befestigt werden und Sie müssen Ihr Kind richtig anschnallen, sonst ist das Verletzungsrisiko bei einem Unfall groß. Reboarder-Kinderautositze sind konstruktionsbedingt etwas größer als vorwärtsgerichtete Sitze. Sie sollten also vor einem Kauf klären, ob das jeweilige Modell in Ihren Pkw passt.
Warum hat der ADAC Reboard-Sitze bisher oft nicht so gut bewertet?
Da der Einbau etwas komplizierter ist, wurde dies als mögliche Fehlerquelle gesehen, das führte zu Abwertungen der ansonsten meist als sehr gut bewerteten Sitze. Aber auch das dürfte sich wohl in naher Zukunft ändern. Aber auch der ADAC rät heute dazu, Kinder so lange wie möglich in einem rückwärts gerichteten Sitz mitfahren zu lassen.






