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9. Schwangerschaftswoche (SSW)

baby-walz Redaktion | Lesedauer: 7 Minuten | 05.11.2026
9. Schwangerschaftswoche

In der 9. Schwangerschaftswoche (SSW) passiert im Körper viel, auch wenn von außen meist noch wenig zu sehen ist. Das Gehirn des Babys wächst in dieser Zeit besonders schnell, und bei vielen Schwangeren steht nun der erste Ultraschall an. Dieser Ratgeber erklärt, was sich beim Baby tut, welche Beschwerden typisch sind und was Du jetzt beachten kannst.

Inhalte im Überblick

Wie entwickelt sich das Baby in der 9. SSW?

In der 9. SSW bildet sich das Gehirn des Babys besonders schnell weiter, und die Nervenzellen beginnen, sich miteinander zu verbinden. Die Organe sind in dieser Phase weitgehend angelegt und reifen weiter. Das Baby ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr klein vergleichbar groß mit einer Olive, hat aber schon erkennbare Züge.

Das Gehirn entwickelt sich zu Beginn des dritten Monats rasant, es beginnt jetzt mit der Differenzierung der Gehirnareale. Daher wächst das Köpfchen schnell. Im Ultraschall ist das Baby als kleine, menschenähnliche Form zu erkennen, und man kann oft schon den Kopf vom Körper unterscheiden. Hände und Füße bilden erste Finger und Zehen aus, die anfangs noch durch dünne Häutchen verbunden sind.

Ab dieser Woche ist Dein Baby kein Embryo mehr, sondern ein Fötus. Der Fötus ist die medizinische Bezeichnung für das ungeborene Kind ab der Fetalphase, also nach der Embryonalphase.

Wann gibt es den ersten Ultraschall?

Die erste Basis Ultraschalluntersuchung findet laut Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) zwischen der 9. und 12. SSW statt. Sie dient vor allem dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen. Im Ultraschall ist das schlagende Herz des Embryos bereits zu sehen.

Die Ärztin oder der Arzt prüft, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter liegt und ob das Herz schlägt. Außerdem wird gemessen, ob die Länge des Embryos (Scheitel-Steiß-Länge, SSL) zum errechneten Schwangerschaftsalter passt. Dabei kann sich der errechnete Geburtstermin noch verschieben.

Im Ultraschall sind manchmal winzige Bewegungen des Babys zu erkennen. Spüren kannst Du sie noch nicht, denn das Baby ist dafür zu klein. Die ersten Kindsbewegungen spüren die meisten Schwangeren erst einige Wochen später.

Unser Tipp

Notiere Dir Deine Fragen, bevor der nächste Termin ansteht. Gerade beim Ultraschall ist die Zeit kurz und mit einem kleinen Spickzettel vergisst Du im Gespräch nichts Wichtiges.

Welche Beschwerden sind jetzt typisch?

Viele Schwangere erleben in dieser Zeit Müdigkeit, Übelkeit, Sodbrennen oder Verstopfung. Die Hormonumstellung ist dafür ein wichtiger Grund. Übelkeit und Müdigkeit lassen im dritten Schwangerschaftsmonat bei den meisten Frauen nach. Wie stark die Beschwerden sind, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.

Sodbrennen ist häufig und meist harmlos. Es entsteht, weil die wachsende Gebärmutter auf den Magen drückt und Schwangerschaftshormone den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nachgiebiger machen. Eine aufrechte Haltung nach dem Essen und kleinere Mahlzeiten können helfen. Bei anhaltenden Beschwerden sprichst Du am besten mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt darüber.

Verstopfung ist in der Schwangerschaft verbreitet. Der Grund ist das Hormon Progesteron, das die Darmbewegung verlangsamt. Ausreichend trinken und eine ballaststoffreiche Ernährung mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sind empfehlenswert. Viele Abführmittel gelten für Schwangere nicht als geeignet, und Einläufe solltest Du vermeiden, weil sie Wehen auslösen können. Hol Dir daher immer medizinischen Rat ein, bevor Du irgendeine Art von Medikamenten zu Dir nimmst.

Was sich bei Dir verändert und worauf Du achten solltest

Die hormonelle Umstellung ist in vollem Gange und es gibt weiterhin einige Veränderungen für Dich. Viele Schwangere bemerken in dieser Woche eine gesteigerte Geruchs- und Geschmacksempfindlichkeit. Gerüche, die Dir bisher nichts ausgemacht haben, können plötzlich unangenehm sein. Auch die Haut verändert sich. Hormone und die erhöhte Blutmenge lassen die Haut oft frischer und rosiger aussehen. Wie stark das bei Dir ist, ist sehr individuell, manche Frauen bekommen auch verstärkt unreine Haut, durch den Hormonumschwung. Dein Bauch wächst in den nächsten Wochen langsam, kaum merkbar. Wenn Du Umstandsmode suchst, achte auf einen weichen und elastischen Bund, damit die Kleidung auch dann angenehm sitzt, wenn der Bauch größer wird.

Nichts desto trotz gibt es nun auch Situationen, bei denen Du in nächster Zeit achtsamer sein solltest zum Schutz Deines Babys. Zum Thema Ernährung wirst Du von Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt noch eine Liste an Lebensmitteln bekommen, die Du während der Schwangerschaft meiden solltest. Je nach Lebensmittel hat das unterschiedliche Gründe, wie zum Beispiel bei Rohmilch und Rohmilchprodukten sowie unverarbeiteten Lebensmitteln kann Listerien enthalten sein. Das sind Bakterien, die das ungeborene Kind gefährden können. Das Solarium solltest Du in der Frühschwangerschaft ebenfalls meiden. In die Sauna kannst Du gehen, wenn Du sie bisher gut vertragen hast und Dein Kreislauf stabil genug ist. Wähle dann die unteren, nicht ganz so heißen Bänke und verzichte auf Aufgüsse.

Auch für Väter und Partner:innen ist diese Phase oft ungewohnt. Empfindliche Nasen und wechselnde Vorlieben können im Alltag für Spannungen sorgen. Verständnis und Geduld helfen, diese Zeit gemeinsam zu meistern.

FAQs zur 9. SSW

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Quellen: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftswochen/9-bis-12-schwangerschaftswoche/, https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-schwangerschaft/beschwerden-und-krankheiten/beschwerden/blaehungen/

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