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Empfindungen: Emotionen und Alltagsstress

Eine Schwangerschaft ist in jeder Hinsicht ein ganz besonderes Erlebnis. Es ist für viele Eltern trotz 9-monatiger Vorbereitungszeit fast unmöglich zu begreifen, welches Wunder sich am Ende bei der Geburt abspielt. Während neues Leben heranwächst, finden zahlreiche körperliche Veränderungen statt. Aber auch die Psyche der werdenden Mutter wird von dieser unvergesslichen Situation beeinflusst und langfristig geprägt.

Gefühlsschwankungen in der Schwangerschaft

Eine werdende Mutter durchläuft in der Schwangerschaft ganz unterschiedliche Gemütszustände. Vergleicht man alle schwangeren Frauen, so ist schnell zu erkennen: Jede einzelne Phase der Schwangerschaft ist trotz aller persönlicher Unterschiede im Grunde doch meist von bestimmten Gefühlen geprägt, die sich bei allen werdenden Müttern sehr ähneln.

Erstes Drittel der Schwangerschaft

  • Glücksgefühle kontra Verzweiflung. Die Emotionen während des ersten Trimesters einer Schwangerschaft sind enorm davon abhängig, unter welchen Umständen die Schwangerschaft eingetreten ist. Während werdende Mütter, die lange auf ihr Wunschkind gewartet haben, mit einem positiven Schwangerschaftstest meist überschwemmt werden von Glücksgefühlen, bringen ungeplante Schwangerschaften im ersten Augenblick erst einmal Unverständnis, Verzweiflung und Ängste mit sich.
  • Die Schwangerschaft nicht wahrhaben können Beide Arten der Empfängnis vereint jedoch das Gefühl, das Mutter-Werden gar nicht begreifen zu können. Da die Gebärmutter noch sehr klein ist und sich der Körper im ersten Trimester noch kaum verändert, scheint die eingetretene Schwangerschaft erst einmal nicht fassbar.
  • Angst vor Versagen
    Natürlich sind es insbesondere Frauen mit ungewollter Schwangerschaft, die sich nun mit der Frage auseinandersetzen, ob sie das Baby austragen möchten. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche dürfen sich Frauen selbst für oder gegen das Kind entscheiden. Wer ungewollt schwanger ist, zweifelt sehr häufig daran, eine gute Mutter zu sein, was die Entscheidung stark beeinflusst. Doch es gibt auch den anderen Fall. Denn häufig fällt es gerade Frauen, die eigentlich keine Kinder wollten, mit dem Eintreten der Schwangerschaft plötzlich nicht leicht, sich gegen das ungeborene Leben zu entscheiden. Die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch ist für Frauen vielfach eine lebenslange Belastung, vor allem dann, wenn sie aus schwierigen Lebensumständen heraus als scheinbar einzig richtige Lösung getroffen wurde.
  • Ängste vor einer Fehlgeburt
    Besonders in den ersten 12 Wochen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt noch recht hoch ist, fürchten sich Frauen vor einem möglichen Abgang. Gerade weil sie das Baby noch nicht spüren können, sind sie zwischen den ersten Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt besonders ängstlich.
  • Ängste vor Fehlbildungen
    Die Vorsorgetermine sind wichtig, um Ängste um die Gesundheit des Babys zu nehmen. Bis das Baby groß genug ist, um ergiebigere Ultraschalluntersuchungen durchzuführen, vergehen einzelne Tage oft wie Wochen. Erst wenn sichtbar wird, dass alle Körperteile richtig entwickelt und die Organe des Babys auf den ersten Blick gesund sind, fällt die Anspannung ab.
  • Allgemeine Veränderungen der Laune
  • Während einer Schwangerschaft herrscht regelrecht Hormon-Chaos. Insbesondere in den ersten Wochen, wenn sich der Körper noch auf die neuen Umstände einstellen muss, wirken Frauen deshalb oftmals völlig verändert. Das kann sich durch ein besonders leicht reizbares Gemüt, aber auch in Form von weinerlichem Verhalten zeigen.

 

Zweites Drittel der Schwangerschaft

  • Zufriedenheit
    Für viele Frauen ist ganz besonders die Mitte der Schwangerschaft die wohl schönste Zeit. Viele Beschwerden des Frühstadiums der Schwangerschaft, vor allem Übelkeit, weichen nun einem allgemeinen Wohlbefinden. Die ersten kritischen Wochen sind vorbei, die Schwangerschaft hat sich gefestigt. Langsam ist nun auch äußerlich zu sehen, in welchen Umständen sich die werdende Mutter befindet. Das liegt nicht ausschließlich am wachsenden Bauch. Im zweiten Trimester wirken Schwangere gelöst, entspannt und tragen ihren Bauch mit Stolz.
  • Spannung bezüglich des Geschlechts
    Wer sich wünscht, das Geschlecht des Babys vor der Geburt bereits zu erfahren, durchläuft möglicherweise noch weitere Gefühlsschwankungen in Bezug auf das Wunschgeschlecht.
  • Beginnende Vorfreude
    Erste Ängste nach dem Bekanntwerden der Schwangerschaft sind meist verschwunden, stattdessen beginnt sich die Vorfreude auf den Nachwuchs immer mehr zu steigern.
  • Schwangerschafts-Demenz
    In puncto Gefühle schein im zweiten Trimester alles im Lot. Schließlich sind die Geburt und der Alltag mit Baby noch Zukunftsmusik. Dennoch wirken viele werdende Mütter manchmal etwas zerstreut. Diese Zerstreutheit lässt sich aber schlichtweg auf die hormonellen Veränderungen zurückführen. Eine solche „Schwangerschafts-Demenz“ ist durchaus typisch.

 

Letztes Drittel der Schwangerschaft

Das letzte Drittel der Schwangerschaft ähnelt ein wenig dem ersten Trimester. Vor allem in den letzten Wochen kommen zahlreiche Ängste wieder:

  • Sorgen um die Gesundheit des Babys
  • Ängste vor der Geburt
  • Kraftlosigkeit
  • Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper

 

Partnerschaft während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft bringt Paare ganz besonders zusammen. Das gemeinsam erschaffene Leben verbindet Mann und Frau ein Leben lang. Doch eine Schwangerschaft birgt auch enorm viel Potenzial für Konflikte. Sehr oft steht mit dem Bekanntwerden der Schwangerschaft die erste Frage im Raum: War das Kind von beiden gewollt?

Auch wenn ein gemeinsamer Kinderwunsch besteht, bedeutet die Erfüllung des solchen nicht automatisch, dass das Paar nicht ebenso in Konflikte geraten kann. Hormonelle Veränderungen werden gerne als Entschuldigung gewählt, wenn es aufgrund von Kleinigkeiten zu Streit zwischen den werdenden Eltern kommt. Das mag durchaus häufig der Fall sein, jedoch sorgen nicht selten auch vielerlei andere Themen für reichlich Zündstoff.

Häufig führen besonders Themen, welche die Zukunft betreffen zu Streit:

  • Wie wird die Rollenverteilung sein?
  • Wer wird das Kind in welchem Maße versorgen (Wickeln, füttern, etc.)
  • Wie soll die zukünftige Erziehung aussehen?

 

Auch der Punkt Sexualität in der Schwangerschaft birgt gewisses Streitpotenzial.

 

Arbeit und Stress in der Schwangerschaft – eine Gefahr für das Kind?!

Auch wenn Gefühlsschwankungen in der Schwangerschaft im Grunde ganz normal sind, die Ängste und Sorgen sollten dennoch nicht überhand nehmen. Denn insbesondere starker psychischer Stress, den Schwangere durchaus durch ihre Ängste selbst auslösen können, kann Einfluss auf die Gesundheit des Kindes haben. Zum einen sorgt Stress häufig für Bluthochdruck bei der Mutter, was sich wiederum negativ auf die Arbeit des Plazenta und damit auf die Versorgung des Kindes auswirkt. Zum anderen erreicht das bei Stress entstehende Cortisol, das sogenannte Stresshormon, zu einem gewissen Teil (etwa 10%) auch das Baby.

Forscher haben festgestellt, dass häufiger Stress beim Baby Reifeprozesse des Gehirns beschleunigt. Das wiederum erhöht die Anfälligkeit für Erkrankungen, insbesondere auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind später an Depressionen leidet.

Stress kann dabei aber natürlich nicht nur eigenverschuldet auftreten.

Insbesondere der Arbeitsplatz gilt als Stressauslöser Nummer Eins

So beispielsweise durch:

  • Ärger mit Kollegen oder dem Chef
  • Termindruck
  • Anstehende Geschäftsreisen
  • Fehlende Pausenzeiten

 

Umso wichtiger ist es, im Zweifelsfall die Notbremse zu ziehen. Nicht jede Form von Arbeit kann während einer Schwangerschaft einfach wie vorher fortgeführt werden.

Gesetzliche Bestimmungen zur Arbeit in der Schwangerschaft

Der Gesetzgeber gibt werdenden Müttern in verschiedener Form Rückendeckung. Das ist auch gut so. Denn oft trauen sich Schwangere nicht, ihren Vorgesetzten um Entlastung zu bitten, wenn das Arbeitspensum belastend wird oder im Beruf Bedingungen herrschen, die für Schwangere unangenehm sind.

Zum einen besteht mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft beim Arbeitgeber Kündigungsschutz bis vier Monate nach der Geburt. In vielen Berufen gilt zudem ab einem gewissen Schwangerschaftsmonat, teils sogar schon ab dem ersten Tag, ein völliges Beschäftigungsverbot. Dies gilt insbesondere für Berufe, bei denen werdende Mütter direkt mit anderen Menschen in Kontakt kommen, also beispielsweise Kindergärtnerinnen, Arzthelferinnen oder Mitarbeiterinnen in der Pflege. Die Gefahr, mit besonders gefährlichen Erregern, wie z.B. Zytomegalie, konfrontiert zu werden, ist schlichtweg zu groß.

Verbotene Arbeiten während der Schwangerschaft;

  • Akkord- und Fließbandarbeit mit vorgeschriebenem Arbeitstempo
  • Nachtarbeit (zwischen 20 und 6 Uhr), Mehrarbeit und Arbeit an Sonn- und Feiertagen (in gastronomischen Betrieben und der Landwirtschaft gelten Sonderregelungen)
  • Arbeiten, bei denen Schwangere ab dem 5. Monat mehr als vier Stunden täglich stehen müssen
  • Arbeiten, bei denen man sich oft strecken muss
  • Bedienung von Maschinen mit dem Fuß
  • Berufe mit erhöhtem Risiko einer Berufskrankheit, die für Mutter und Kind eine Gefahr darstellen
  • Berufe mit hoher Unfallgefahr
  • Arbeiten, die mit dem Schälen von Holz zusammenhängen

 

Während des Beschäftigungsverbotes werden die Schwangeren weiter bezahlt und auch der Arbeitgeber erhält einen finanziellen Ausgleich.

Mutterschutz

Spätestens mit dem gesetzlichen Mutterschutz, der sechs Wochen vor der Geburt beginnt, sollten sich auch schwangere Frauen (auch diejenigen in Selbstständigkeit) langsam zurück nehmen und die Ruhezeit vor der Geburt auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Mit der Geburt des Babys hakt sich der Gesetzgeber sogar in diese wichtigen Ruhephasen noch vehementer ein und verbietet eine Beschäftigung der Mutter für mindestens 8 Wochen.

  • Mutterschutz vor der Geburt
    Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin. Nun sollten werdende Mütter nicht mehr arbeiten, es sei denn, sie erklären sich ausdrücklich dazu bereit.
  • Mutterschutzfrist nach der Geburt
    In dieser Zeit darf ein Arbeitgeber auch mit Einverständnis der Mutter diese nicht beschäftigen. Man spricht hier von einem absoluten Beschäftigungsverbot. Im Normalfall beträgt die Mutterschutzfrist nach der Entbindung 8 Wochen, bei Zwillingsgeburten 12 Wochen. Kommt ein Baby vor dem errechneten Entbindungstermin zur Welt, so wird die Mutterschutzfrist um die entsprechenden Tage verlängert.

 

Auch während des Mutterschutzes müssen sich Frauen keine Sorgen um das Finanzielle machen. In dieser Zeit bekommen werdende bzw. frisch gebackene Mütter Mutterschaftsgeld. Um das zu erhalten, müssen Schwangere ca. 7 bis spätestens 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einen Antrag auf Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse stellen (privat versicherte Frauen beim Bundesversicherungsamt). Um auch während des Mutterschutzes das bisher gezahlte Geld zu bekommen, muss zusätzlich eine Kopie an den Arbeitgeber gesandt werden. Dieser zahlt dann die Differenz zwischen Mutterschaftsgeld und dem Nettogehalt aus.

Schwangerschaftsdepression ist keine Seltenheit

Während der Schwangerschaft ist es enorm wichtig, nicht nur für die eigene körperliche Gesundheit und die des Babys zu sorgen, sondern auch für eine gesunde Psyche. Denn diese kann insbesondere unter dem Einfluss der hormonellen Umstellungen durchaus ins Wanken geraten. Immer häufiger kommt es sogar zu Depressionen in der Schwangerschaft. Ungefähr jede 10. Schwangere bedarf sogar einer Behandlung, die jedoch nur in den seltensten Fällen auch erfolgt.

Wann spricht man von einer Schwangerschaftsdepression?

Im Grunde unterscheidet sich eine Schwangerschaftsdepression in Hinblick auf die Symptomatik nicht von einer Depression außerhalb dieser besonderen Umstände. Doch anders als bei einer normalen Depression besteht hier nicht nur Gefahr für die Frau, sondern auch für das ungeborene Kind. Besonders häufig leiden Frauen im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft an depressiven Verstimmungen bis hin zur Depression. Doch nicht immer wird eine gefährliche Schwangerschaftsdepression auch als solche erkannt, weil Gefühlsschwankungen im Verlauf einer Schwangerschaft eigentlich normal sind. Eine Diagnose ist vor allem deshalb erschwert, weil die typischen körperlichen Symptome einer Depression den normalen Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft sehr ähnlich sind. Lediglich bei 20 Prozent aller betroffenen Frauen wird eine Schwangerschaftsdepression tatsächlich auch als solche erkannt. Doch auch wenn sie diagnostiziert wird, gibt es noch ein zweites Problem. Eine Behandlung ist oft problematisch, weil die Verschreibung von Medikamenten durch die Schwangerschaft an sich und die möglichen Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung begrenzt ist.

Welche möglichen Gefahren birgt eine Depression während der Schwangerschaft?

  • Für die Mutter
    Circa ein Drittel aller schwangeren Frauen, die bereits während der Schwangerschaft unter Depressionen leiden, haben auch nach der Schwangerschaft mit der sogenannten Wochenbettdepression (postnatale Depression) zu kämpfen. In besonders schweren Fällen sind depressive Frauen während der Schwangerschaft sogar ernsthaft suizidgefährdet.
  • Für das Kind
    Neben den oft schweren Auswirkungen, die eine Depression auf die Schwangere hat, sind vor allem die Gefahren für das Kind immens. Depressive Schwangere sind oft nicht im Stande so für ihre eigene Gesundheit und die des Babys zu sorgen, wie sie es im Normalfall automatisch täten. Sie greifen deutlich häufiger zu schädlichen Suchtmitteln, vernachlässigen die Schwangerschaftsvorsorge oder bereiten sich ungenügend auf die Geburt und das Leben mit dem Baby vor. Viele Studien berichten darüber, dass Frauen, die während der Schwangerschaft mit einer Depression kämpfen, aufgrund vorzeitiger Wehen häufiger Frühgeburten erleiden oder Babys mit besonders niedrigem Geburtsgewicht zur Welt bringen. Sie entbinden zudem häufiger per Kaiserschnitt. Die Babys zeigen auch nach der Geburt viele Anzeichen von erlebtem Stress. So schlägt das Herz der Neugeborenen besonders schnell, viele Babys haben erhebliche Schlafstörungen oder zeigen emotionale Auffälligkeiten wie besonders temperamentvolle Wesenszüge oder Reizbarkeit.

 

Risikofaktoren und Ursachen für eine Schwangerschaftsdepression

Woher kommt die erschreckend hohe Rate an Frauen, die während ihrer Schwangerschaft eine Depression erleiden?
Tatsächlich gibt es einige Risikofaktoren, die das Auftreten einer Schwangerschaftsdepression wahrscheinlicher machen.

  • Gesundheitliche Vorgeschichte
    Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft schon einmal an einer Depression erkrankt waren, erleiden in über 40 Prozent der Fälle in der Schwangerschaft erneut einen Rückfall. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaftsdepression ist gleichfalls deutlich erhöht, wenn bereits Depressionen und andere psychische Erkrankungen innerhalb der eigenen Familie aufgetreten sind.
  • Schwierige Lebensumstände
    Der Einfluss, den die positive Stimmung im persönlichen Umfeld und die familiäre Unterstützung auf die Psyche haben, ist nicht zu unterschätzen. Probleme im eigenen sozialen Umfeld erschweren es den werdenden Müttern enorm, sich auf die Schwangerschaft und die darauf folgende Zeit einzulassen. Auch die finanziellen Gegebenheiten machen sich in Punkto ausgeglichene Psyche bemerkbar. Besonders niedriges Einkommen und damit verbundene Sorgen belasten die werdenden Mütter enorm.
  • Belastende emotionale Ereignisse
    Einschneidende Lebensereignisse können Schwangere emotional schlichtweg überfordern. So können beispielsweise familiäre Todesfälle, eine eigene vorangegangene Frühgeburt oder ähnliche Schicksalsschläge das Ausbrechen einer Depression begünstigen.

 

Drei-Tage-Fieber

Oberstes Ziel bei der Behandlung einer Schwangerschaftsdepression ist die psychische Stabilisierung der Mutter, um sowohl die Gefahren für sie selbst als auch die Auswirkungen auf das Kind zu minimieren. Die Möglichkeiten einer Behandlung sind dabei jedoch stark eingeschränkt. Die Gabe von Psychopharmaka (Medikamente, die direkten Einfluss auf die Psyche haben) ist während der Schwangerschaft stark umstritten und sollte aufgrund der höheren Risikobelastung bei werdenden Müttern in absoluten Ausnahmen Beachtung finden.

Mögliche Therapieformen bei einer Depression während der Schwangerschaft:

Wichtig vor jedweder Therapie ist ein ausführliches Gespräch (Psychoedukation) mit der Schwangeren, um im Verlauf einer Therapie Verbesserungen oder mögliche Verschlechterungen des Zustands schnell zu erkennen. Vielen Frauen hilft bereits dieser intensive Austausch über die eigenen Gefühle und Gedankengänge, sodass sich der Gemütszustand schon vor ersten Therapiestunden verbessert.

Psychotherapie Medikamentöse
Behandlung
Elektrokrampf-
therapie
Licht-
therapie
Vorgehen Die Behandlung innerhalb einer Psychotherapie gilt als beliebtestes Mittel um Schwangerschaftsdepressionen zu behandeln. Die Genesung soll hier durch mögliche Gesprächs- und Verhaltenstherapien gefördert werden. Bei besonders schweren Depressionen kann die Gabe von Psychopharmaka notwendig werden. Nutzen und Risiko müssen jedoch ausgesprochen sorgfältig abgewogen werden. Die ET, bei welcher der Patientin unter Narkose Stromimpulse zugefügt werden, um eine Art epileptischen Anfalls auszulösen, findet in der Schwangerschaft nur selten Anwendung. Die Lichttherapie versucht mittels Anwendung von Licht Einfluss auf die Depression zu nehmen. Dazu werden besonders starke therapeutische Lampen benutzt.
Vorteile Die Psychotherapie kann schon präventiv angesetzt werden, wenn bereits vor der Schwangerschaft eine Neigung zu Depressionen vorlag oder schon eine Depression bestand. Die Psychotherapie gilt als äußerst lang anhaltend. Zudem ist keine Gabe von Medikamenten notwendig. Sie haben direkten Einfluss auf die Psyche und wirken besonders stark stimmungsaufhellend. Die Anwendung der Elektrokrampftherapie gilt auch in der Schwangerschaft als sicher und ist besonders effektiv. Völlig ungefährlich für das Ungeborene und die werdende Mutter.
Nachteile Sie ist sehr zeitintensiv und mitunter mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Psychopharmaka können die Plazentaschranke überwinden. Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen besteht durch die toxische Wirkung erhöhte Gefahr für das Baby. Daher gilt auch ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Leider sind bisher kaum Langzeitwirkungen auf die Kindesentwicklung bekannt. Für die Anwendung ist eine Narkose notwendig, welche immer auch Risiken für das Ungeborene birgt. Zudem kann es bei der ET zu kurzzeitigen (in seltenen Fällen zu andauernden) Gedächtnislücken kommen. Noch sind nur wenige Studien bekannt, welche die Wirksamkeit bestätigen, da die Wirkung von Licht noch kaum erforscht ist.

Schwangerschaft genießen

Betrachtet man die vielen möglichen emotionalen Tiefen, die so eine Schwangerschaft mit sich bringen kann, könnte man fast etwas Angst davor bekommen. Man sollte sich jedoch nicht von der Flut an Informationen beeinflussen lassen. Denn eine Schwangerschaft bringt auch zahlreiche emotionale Höhenflüge mit sich. Dazu gehören eine Menge Glück, Hoffnung und Vorfreude. Eine Schwangerschaft bringt Menschen zusammen und schenkt werdenden Müttern und Vätern eine Form der Liebe, wie man sie zuvor nicht empfunden hat.

Eine Schwangerschaft ist etwas Wunderbares, eine ganz besondere und einmalige Zeit, die sich werdende Mütter nicht von übertriebenen Sorgen oder Ängsten verderben lassen sollten.

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